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Heizungsgesetz gerade geändert: Was das für Ihre neue Heizung 2026 bedeutet – und welche jetzt die klügste Wahl ist


Neue Heizung kaufen 2026 – aber welche? Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, ein steigender CO₂-Preis und attraktive Förderungen von bis zu 70 Prozent verändern die Spielregeln grundlegend. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen verständlich, was sich 2026 ändert, was Wärmepumpe, Pelletheizung und Gasheizung aktuell kosten und welche Entscheidung für Ihr Zuhause wirklich Sinn ergibt.
Ich bin seit über zwölf Jahren als Energieberater tätig und begleite Haushalte bei der Wahl der richtigen Heizung. Die folgenden Einschätzungen basieren auf den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen, realen Förderkonditionen und meiner praktischen Erfahrung aus hunderten Beratungsgesprächen.

📋 Das Wichtigste in Kürze – Heizung kaufen 2026

  • 65-%-Regel abgeschafft: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz streicht den Zwang, neue Heizungen sofort mit 65 % erneuerbarer Energie zu betreiben.
  • Gas- und Ölheizungen weiterhin erlaubt – kein Einbauverbot, aber ab 2029 gilt eine „Bio-Treppe“ (Mindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe, startet bei 10 %).
  • Bis zu 70 % Förderung beim freiwilligen Umstieg auf Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme (max. 21.000 € für ein Einfamilienhaus).
  • CO₂-Preis steigt 2026 auf 55–65 €/Tonne → Heizen mit Gas und Öl wird spürbar teurer.
  • Wärmepumpenstrom wird günstiger: Wegfall von Umlagen senkt Tarife um ~1,5 Cent/kWh.
  • Über 20 Jahre gerechnet sind Wärmepumpen und Pelletheizungen trotz höherer Anschaffungskosten deutlich günstiger als Gas- und Ölheizungen.
  • Energy-Sharing ab Sommer 2026: Solarstrom darf künftig unkompliziert an Nachbarn verkauft werden.


1. Das neue Heizungsgesetz 2026 – was ändert sich wirklich?

Das ursprüngliche Gebäudeenergiegesetz (GEG) mit seiner viel diskutierten 65-Prozent-Regel wird durch ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz abgelöst – und das bedeutet für viele Haushalte eine spürbare Entspannung.

Wegfall der 65-%-Regel

Bisher musste jede neu eingebaute Heizung sofort zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Regelung entfällt. Der Gesetzgeber setzt stattdessen auf einen technologieoffeneren Ansatz – der Wechsel zu klimafreundlichem Heizen wird schrittweise eingeführt.

Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt – aber mit Zukunftspflichten

Es gibt kein Einbauverbot und keine Austauschpflicht für funktionierende fossile Heizungen. Wer heute eine neue Gasheizung einbaut, muss allerdings langfristig planen: Ab 2029 gilt die sogenannte „Bio-Treppe“. Das bedeutet konkret: Betreiber neuer Gas- oder Ölheizungen müssen ab diesem Jahr einen gesetzlichen Mindestanteil von 10 Prozent klimafreundlicher Brennstoffe nutzen – zum Beispiel Biomethan, grünen Wasserstoff oder Bio-Heizöl. Dieser Anteil wird in den Folgejahren schrittweise weiter ansteigen.

Grüngas-Pflicht für Versorger ab 2028

Parallel dazu werden die Gaslieferanten in die Pflicht genommen: Ab 2028 müssen sie eine verbindliche Quote an „Grüngas“ in ihre Netze einspeisen – startend bei einem Prozent. Das soll den Übergang zu klimafreundlicherem Heizen auch auf der Versorgungsseite anschieben.

Kommunale Wärmeplanung: Bis 2026 klarer werden

Ein praktisch wichtiger Aspekt: Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2026 einen kommunalen Wärmeplan vorlegen. Dieser zeigt Ihnen als Immobilieneigentümer, ob Ihr Haus künftig an ein Fernwärme- oder Wasserstoffnetz angeschlossen werden kann. Für Haushalte in Gebieten mit geplanter Fernwärmeversorgung kann es sinnvoll sein, die Heizungsentscheidung noch kurz aufzuschieben – sobald der Wärmeplan Ihrer Gemeinde vorliegt.


2. Heizkosten und CO₂-Preis: Was kommt auf Sie zu?

Neben dem gesetzlichen Rahmen verändert sich 2026 auch die wirtschaftliche Realität des Heizens – und zwar zulasten fossiler Energieträger.

CO₂-Preis steigt deutlich an

Der CO₂-Preis bewegt sich 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Das ist ein erheblicher Anstieg gegenüber den Vorjahren und macht sich direkt in Ihren Heizkosten bemerkbar: Wer mit Heizöl oder Erdgas heizt, zahlt pro Liter bzw. pro Kubikmeter mehr – und dieser Trend wird sich fortsetzen.

Gasnetz wird teurer für Verbleibende

Da immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen umsteigen, verteilen sich die Instandhaltungskosten des Gasnetzes auf immer weniger verbleibende Gaskunden. Die Folge: steigende Gasnetzentgelte – eine strukturelle Kostenfalle, die Gasheizungen langfristig unattraktiver macht.

Wärmepumpenstrom wird günstiger

Gleichzeitig sinken die Kosten für Wärmepumpen-Betreiber: Durch den Wegfall bestimmter staatlicher Umlagen – darunter die Offshore-Netzumlage – werden Wärmepumpen-Stromtarife 2026 um rund 1,5 bis 1,6 Cent pro Kilowattstunde günstiger. Das klingt nach wenig, macht über ein Jahr und viele verbrauchte Kilowattstunden aber einen echten Unterschied.


3. Staatliche Förderung 2026: Bis zu 70 % – wer bekommt wie viel?

Die Förderkulisse für den Heizungstausch bleibt 2026 attraktiv. Wer freiwillig auf eine klimafreundliche Heizung umsteigt, kann weiterhin bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet bekommen – bei einem Einfamilienhaus sind das maximal 21.000 Euro.

So setzt sich die Förderung zusammen

Förderkomponente Höhe Bedingung
Grundförderung 30 % Immer
Geschwindigkeitsbonus + 20 % Bis Ende 2028
Einkommensbonus + 30 % Haushaltseinkommen unter 40.000 € brutto/Jahr
Effizienzbonus + 5 % Bei besonders effizienten Geräten
Extra-Bonus Biomasse + 2.500 € Besonders staubarme Pelletsheizungen

Wichtige Einschränkung: Lärmschutz bei Wärmepumpen

Neu ab 2026: Um Förderung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu erhalten, muss das Außengerät besonders leise sein – konkret 10 Dezibel unter dem gesetzlichen EU-Grenzwert. Das schränkt die Auswahl zwar ein, fördert aber tatsächlich die leisesten und modernsten Geräte auf dem Markt.

Achtung: Kürzungen bei Komplettsanierungen

Während die Heizungsförderung stabil bleibt, wird das Budget für energetische Komplettsanierungen (Dämmung, Fenster, Dach) 2026 merklich gekürzt. Wer ohnehin eine umfassende Sanierung plant, sollte das frühzeitig angehen.


4. Wärmepumpe 2026 kaufen: Lohnt es sich?

Die Wärmepumpe ist aktuell das Herzstück der deutschen Wärmewende – und die Förderkulisse ist 2026 besonders attraktiv.

Vorteile der Wärmepumpe 2026

  • Höchste staatliche Förderung: Bis zu 70 % sind möglich – der Geschwindigkeitsbonus von 20 % läuft Ende 2028 aus. Wer also jetzt investiert, sichert sich die maximale Förderung.
  • Sinkende Betriebskosten: Wärmepumpen-Stromtarife werden 2026 günstiger, gleichzeitig steigen Gaspreise durch den CO₂-Preis weiter.
  • Hohe Zukunftssicherheit: Keine gesetzlichen Nachschärfungen oder Biokraftstoff-Quoten – die Wärmepumpe erfüllt alle Klimaziele ohne Zusatzaufwand.
  • Synergie mit Photovoltaik: Wer eine PV-Anlage hat oder plant, kann die Wärmepumpe mit selbst erzeugtem Strom betreiben – das drückt die laufenden Kosten massiv.
  • 20-Jahres-Kostenvergleich: Trotz höherer Anschaffungskosten sind Wärmepumpen über den Lebenszyklus deutlich günstiger als Gas- oder Ölheizungen.

Wo die Wärmepumpe ihre Grenzen hat

  • In schlecht gedämmten Altbauten (ohne geplante Sanierung) arbeitet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ineffizienter – hier ist eine umfassende Beratung essenziell.
  • Die Anschaffungskosten liegen deutlich höher als bei einer Gasheizung (ca. 15.000–25.000 € vor Förderung).
  • Das neue Lärmschutz-Kriterium (10 dB unter EU-Grenzwert) muss bei der Geräteauswahl beachtet werden, wenn man Förderung beanspruchen möchte.

Mein Fazit zur Wärmepumpe 2026: Für gut gedämmte Häuser, Neubauten und alle, die Fördergelder voll ausschöpfen wollen, ist die Wärmepumpe 2026 die klar beste Wahl – insbesondere in Kombination mit einer PV-Anlage.


5. Pelletheizung 2026: Die unterschätzte Alternative

Die Pelletheizung wird in der öffentlichen Debatte oft übersehen – dabei ist sie eine ernstzunehmende, klimafreundliche und wirtschaftlich attraktive Option, besonders für Häuser, in denen eine Wärmepumpe aus technischen oder baulichen Gründen nicht optimal wäre.

Vorteile der Pelletheizung 2026

  • Hohe Förderung: Auch Pelletheizungen werden mit bis zu 70 % gefördert; besonders staubarme Anlagen erhalten zusätzlich 2.500 Euro Extra-Bonus.
  • Klimaneutral und zukunftssicher: Holzpellets gelten als CO₂-neutral – die Anlage unterliegt keinen künftigen Bio-Treppe-Auflagen wie eine Gasheizung.
  • Geeignet für Altbauten: Pelletheizungen arbeiten mit höheren Vorlauftemperaturen und sind damit auch für Gebäude mit herkömmlichen Heizkörpern gut geeignet.
  • Langfristig günstig: Im 20-Jahres-Kostenvergleich schneidet die Pelletheizung ähnlich gut ab wie die Wärmepumpe – deutlich besser als Gas und Öl.

Nachteile der Pelletheizung

  • Platzbedarf: Ein Lagerraum für Pellets ist notwendig.
  • Neue Feinstaubregeln: Ab 2025/2026 gelten strengere Emissionsgrenzwerte. Beim Neukauf sollte unbedingt auf zertifizierte, staubarme Anlagen geachtet werden.
  • Brennstoffpreis-Abhängigkeit: Wie alle Heizsysteme ist die Pelletheizung von Rohstoffpreisen abhängig – Pelletspreise schwankten in den letzten Jahren stärker als erwartet.

Mein Fazit zur Pelletheizung 2026: Eine ausgezeichnete Wahl für alle, bei denen eine Wärmepumpe baulich schwierig umzusetzen ist, oder die eine sehr hohe Unabhängigkeit von Gaspreisen und CO₂-Kosten wünschen. Der Extra-Förderbonus macht sie 2026 besonders attraktiv.


6. Gasheizung 2026 kaufen: Noch eine Option?

Ja – aber mit klarem Blick auf die Risiken. Eine neue Gasheizung einzubauen ist 2026 weiterhin legal und ohne Sofortzwang zu erneuerbaren Energien möglich. Dennoch gibt es gewichtige Argumente, die dagegen sprechen.

Argumente für eine Gasheizung 2026

  • Geringste Anschaffungskosten: Eine neue Gastherme kostet deutlich weniger als eine Wärmepumpe oder Pelletheizung.
  • Schnelle Installation: Besonders beim Heizungsausfall im Winter ist eine neue Gasheizung schnell verfügbar und eingebaut.
  • Bekannte Technologie: Wartung und Handwerker sind überall verfügbar.

Starke Argumente gegen eine Gasheizung 2026

  • Kein Einbauverbot, aber struktureller Kostennachteil: Der steigende CO₂-Preis, steigende Gasnetzentgelte und die künftige Bio-Treppe ab 2029 machen Gasheizbetrieb systematisch teurer.
  • Keine oder minimale staatliche Förderung: Für eine neue Gasheizung gibt es keine vergleichbare KfW/BAFA-Förderung. Im Vergleich zu einer Wärmepumpe (bis zu 21.000 € Zuschuss) ist das ein erheblicher finanzieller Nachteil.
  • Wertverlust der Immobilie: Häuser mit fossilen Heizungen werden im Energieausweis schlechter bewertet – das kann den Wiederverkaufswert drücken.
  • 20-Jahres-Perspektive: Über den gesamten Lebenszyklus ist eine Gasheizung deutlich teurer als Wärmepumpe oder Pelletheizung.

Mein Fazit zur Gasheizung 2026: Als Notlösung bei einem akuten Heizungsausfall und fehlender Zeit zur Planung noch vertretbar. Als bewusste, geplante Investition in eine neue Heizanlage ist die Gasheizung 2026 wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen – die Kostenentwicklung zeigt klar in die falsche Richtung.


7. Direktvergleich: Wärmepumpe vs. Pelletheizung vs. Gasheizung 2026

Kriterium Wärmepumpe Pelletheizung Gasheizung
Anschaffungskosten 🟡 Hoch
(15.000–25.000 €)
🟡 Mittel-Hoch
(12.000–22.000 €)
🟢 Günstig
(4.000–8.000 €)
Staatliche Förderung 2026 🟢 Bis zu 70 % 🟢 Bis zu 70 % + 2.500 € 🔴 Keine
Laufende Betriebskosten 🟢 Gering
(sinkend)
🟢 Gering 🔴 Steigend
20-Jahres-Gesamtkosten 🟢 Günstig 🟢 Günstig 🔴 Teuer
Zukunftssicherheit 🟢 Sehr hoch 🟢 Hoch 🟡 Mittel (Bio-Treppe 2029)
CO₂-Neutralität 🟢 Ja (mit Ökostrom) 🟢 Ja 🔴 Nein
Geeignet für Altbau? 🟡 Bedingt 🟢 Ja 🟢 Ja
Synergie mit PV-Anlage 🟢 Sehr hoch 🟡 Gering 🟡 Gering

8. Für wen lohnt sich welche Heizung? – Entscheidungshilfe

Es gibt keine universell richtige Antwort – aber es gibt klare Muster, die eine gute Entscheidung deutlich einfacher machen:

Wärmepumpe: Richtig für Sie, wenn…

  • Ihr Haus gut gedämmt ist oder Sie eine Sanierung planen
  • Sie eine Flächenheizung (Fußbodenheizung) haben oder einbauen möchten
  • Sie eine PV-Anlage haben oder planen
  • Sie die maximale staatliche Förderung nutzen wollen (Geschwindigkeitsbonus nur bis Ende 2028!)
  • Sie auf langfristige Kostensicherheit und Wertsteigerung der Immobilie setzen

Pelletheizung: Richtig für Sie, wenn…

  • Sie ein älteres Haus mit herkömmlichen Heizkörpern haben und eine Wärmepumpe technisch schwierig wäre
  • Sie Platz für einen Pelletsvorrat haben
  • Sie Unabhängigkeit von Gaspreisen und CO₂-Kosten wollen, aber keine Wärmepumpe installieren möchten
  • Sie besonders staubarme Systeme einbauen (für den Extra-Bonus)

Gasheizung: Höchstens noch sinnvoll, wenn…

  • Ihre alte Heizung mitten im Winter ausfällt und sofortiger Ersatz nötig ist
  • Sie in einem Mietshaus sind, in dem der Vermieter über die Heizung entscheidet
  • Der kommunale Wärmeplan einen baldigen Fernwärmeanschluss oder Wasserstoffnetz verspricht

Tipp: Warten Sie auf Ihren kommunalen Wärmeplan (Großstädte bis 30. Juni 2026), bevor Sie entscheiden – er kann Ihre Optionen erheblich beeinflussen.


9. Photovoltaik 2026: Die ideale Ergänzung zu Ihrer Heizung

Wer über eine neue Heizung nachdenkt, sollte Photovoltaik mitdenken – besonders in Kombination mit einer Wärmepumpe entsteht eine hocheffiziente, weitgehend autarke Energieversorgung.

  • 0 % Mehrwertsteuer bleibt: Der Nullsteuersatz für PV-Anlagen bis 30 kWp gilt auch 2026 weiter.
  • Energy-Sharing ab Sommer 2026: Ab Juni/Juli 2026 dürfen Sie selbst erzeugten Solarstrom unkompliziert an Nachbarn im eigenen Quartier verkaufen oder teilen – Voraussetzung sind Smart Meter.
  • Solarpflicht in einigen Bundesländern: NRW und Baden-Württemberg verschärfen ab 2026 die Solarpflichten bei umfangreichen Dachsanierungen. Prüfen Sie die Regelungen Ihres Bundeslandes.

10. Kaminöfen 2026: Neue Grenzwerte – handeln Sie jetzt

Besitzer älterer Kamin- und Kachelöfen aufgepasst: Öfen, die zwischen 1995 und März 2010 zugelassen wurden, müssen ab 2025/2026 strenge Emissionsgrenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten.

Schaffen Ihre Geräte die Werte nicht, gibt es zwei Optionen: Nachrüstung mit einem zertifizierten Feinstaubfilter oder Stillegung. Bei Nichtbeachtung drohen empfindliche Bußgelder. Lassen Sie Ihren Ofen zeitnah vom Schornsteinfeger prüfen.


11. Fazit: Meine Empfehlung für 2026

Die gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2026 senden eine klare Botschaft: Wer jetzt in eine klimafreundliche Heizung investiert, profitiert dreifach – durch hohe Fördergelder (die in dieser Form nicht ewig bestehen werden), sinkende Betriebskosten und eine zukunftssichere, wertsteigernde Entscheidung für Ihre Immobilie.

Meine klare Empfehlung: Priorisieren Sie die Wärmepumpe, wenn Ihr Haus es erlaubt. Wenn nicht, ist die Pelletheizung eine sehr gute Alternative. Eine neue Gasheizung als geplante Investition zu kaufen, ist 2026 wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen – außer in echten Notfallsituationen.

Der wichtigste Rat für alle: Holen Sie sich jetzt eine individuelle Energieberatung, beobachten Sie den kommunalen Wärmeplan Ihrer Gemeinde – und entscheiden Sie dann mit klarem Kopf.


FAQ – Häufige Fragen zur Heizung 2026

❓ Ist der Einbau einer neuen Gasheizung 2026 noch erlaubt?

Ja. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz enthält kein Einbauverbot für Gas- oder Ölheizungen. Allerdings müssen Betreiber neuer Gasheizungen ab 2029 einen steigenden Mindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe (Bio-Treppe) verwenden.

❓ Wie hoch ist die staatliche Förderung für eine Wärmepumpe 2026?

Bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 21.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Die 70 % setzen sich zusammen aus: 30 % Grundförderung + 20 % Geschwindigkeitsbonus (bis Ende 2028) + 30 % Einkommensbonus (Haushaltseinkommen unter 40.000 €) + 5 % Effizienzbonus.

❓ Lohnt sich eine Wärmepumpe auch im Altbau?

Das hängt stark vom Gebäudezustand ab. In gut gedämmten Altbauten oder nach einer Sanierung arbeiten moderne Wärmepumpen sehr effizient. In schlecht gedämmten Gebäuden ohne Sanierungsplan kann eine Pelletheizung die bessere Alternative sein – eine individuelle Energieberatung ist unbedingt empfehlenswert.

❓ Was ist die „Bio-Treppe“ und ab wann gilt sie?

Die Bio-Treppe ist eine gesetzliche Regelung, die ab 2029 für neue Gas- und Ölheizungen gilt. Sie verpflichtet Betreiber, einen wachsenden Mindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe (z. B. Biomethan, Bio-Heizöl oder grüner Wasserstoff) zu verwenden. Gestartet wird bei 10 %, der Anteil steigt in den Folgejahren schrittweise.

❓ Was kostet eine Wärmepumpe 2026 nach Abzug der Förderung?

Die Brutto-Anschaffungskosten liegen in der Regel bei 15.000 bis 25.000 Euro. Bei maximaler Förderung (70 %) sinken die Eigenkosten auf rund 4.500 bis 7.500 Euro – abhängig von Gerätetyp, Installationsaufwand und Ihren persönlichen Förderbedingungen.

❓ Was ändert sich 2026 beim CO₂-Preis für Heizöl und Erdgas?

Der CO₂-Preis steigt 2026 auf 55 bis 65 Euro pro Tonne. Das erhöht die Kosten für Heizöl und Erdgas spürbar. Hinzu kommen steigende Gasnetzentgelte, weil immer weniger Haushalte am Gasnetz verbleiben und die Fixkosten auf weniger Kunden verteilt werden.

❓ Wann muss meine Gemeinde den Wärmeplan vorlegen?

Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2026 einen kommunalen Wärmeplan vorlegen. Kleinere Kommunen haben bis Mitte 2028 Zeit. Der Wärmeplan zeigt, ob und wann in Ihrer Straße z. B. Fernwärme oder ein Wasserstoffnetz geplant ist.

❓ Was ändert sich 2026 bei der Förderung von Pelletheizungen?

Pelletheizungen werden weiterhin mit bis zu 70 % gefördert. Besonders staubarme Anlagen erhalten zusätzlich 2.500 Euro Extra-Bonus. Gleichzeitig gelten ab 2025/2026 strengere Feinstaubgrenzwerte – beim Neukauf sollte daher unbedingt auf zertifizierte, emissionsarme Modelle geachtet werden.

Über den Autor

Zertifizierter Energieberater (GdW) mit über 12 Jahren Erfahrung in der Wärmewende-Beratung für private Haushalte. Zuletzt aktualisiert: Februar 2026. Alle Angaben basieren auf den aktuellen gesetzlichen Regelungen und Förderrichtlinien von KfW und BAFA.

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Jonas Weckerle

Jonas ist der Gründer von Haus-garten-solar.de, einer zentralen Anlaufstelle für Produktvergleiche und Tests im Bereich Haus, Garten und Solartechnik. Sein fundiertes Wissen und seine praktische Erfahrung ermöglichen es ihm, die Vor- und Nachteile verschiedener Produkte auf dem Markt zu erkennen und zu erläutern. Ob Sie nach der besten Solartechnik, dem idealen Rasenmäher oder effizienten Hauslösungen suchen, Jonas ist Ihr zuverlässiger Experte, der Ihnen hilft, informierte Entscheidungen zu treffen. Weitere Artikel von Jonas.

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